Anleitungen, Ratgeber

Wohnungstür vor Einbruch schützen

Mehr als die Hälfte aller Einbrecher verschaffen sich Zugang in fremde Wohnungen durch die Wohnungstür. In diesem Artikel werden wir uns damit befassen, wieso diese Methode bei Einbrechern so beliebt ist und wie man aktiv einem Wohnungseinbruch vorbeugen kann.

Mythos „bei mir ist nichts zu holen“

Ungesicherte Türen wirken für jeden Dieb wie eine Einladung. Je weniger die Tür gesichert ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass ein Dieb sich an dieser Tür versucht. Dabei ist es zweitrangig, wie hoch die Beute für ihn ausfällt. Wenn der Einbrecher ungehindert rein kommen kann, wird er diese Gelegenheit ausnutzen.

Ein idealer Einbruch dauert zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten. Je nach Lage der Wohnung, Wachsamkeit der Nachbarn und Sicherheit der Tür wird auch schweres und lautes Werkzeug benutzt, um Türen aufzuhebeln oder aufzubrechen. Da die meisten Türen praktisch ungesichert sind, passiert es meistens ohne große Aufmerksamkeit an sich zu ziehen. Ideale Voraussetzungen für jeden Einbrecher.

Nachdem der Einbrecher sich Zugang verschaffen hat, durchwühlt er die gesamte Wohnung nach Wertgegenständen wie Schmuck, Elektronik oder Bargeld. Dabei geht er systematisch vor und sucht nach allen möglichen Verstecken. Es erwartet Sie ein Bild des Schreckens: Alle Schränke und Regale werden ausgeräumt, selbst die Inhalte des Kühlschranks landen auf dem Boden in der Mitte des Raums. Matratzen werden aufgeschlitzt und Blumentöpfe umgeworfen. Es geht sogar soweit, dass Bodenleisten und ganze Wände aufgerissen werden. Spielt es dann noch eine Rolle, ob der Einbrecher etwas findet und mitnimmt?

Jeder Einbruch hinterlässt psychische Spuren. Viele Opfer eines Einbruchs verlieren das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit in den eigenen vier Wänden. Es geht soweit, dass sie nicht länger in der betroffenen Wohnung leben können und umziehen müssen.

Auswertung mehrerer aktueller Statistiken

Maßnahmen für die Sicherung der Wohnungstür

Einbruchschutz muss nicht teuer sein! Schon die einfachsten Maßnahmen können erheblich die Sicherheitslage verbessern. Schauen Sie sich daher zunächst diese Checkliste an, bevor Sie zum Fachhändler gehen oder Artikel online bestellen.

Wichtige Information vorweg

Einbrecher sind auch dann aktiv, wenn Sie es nicht erwarten. Seien Sie deshalb achtsam und beobachten Sie, ob sich verdächtige Personen in der Nähe Ihrer Wohnung aufhalten. Die Wohnungstür sollten Sie immer abschließen und niemals einfach nur zuziehen, selbst wenn Sie nur kurz einkaufen gehen oder Müll wegbringen! Bieten Sie Einbrechern keine Chance.

Lage der Wohnung

Wohnen Sie im Erdgeschoss? Dann sollten Sie besonders aufpassen. Erdgeschosswohnungen sind ein beliebtes Ziel von Dieben, da es mehrere kurze Fluchtwege gibt. Außerdem werden neben der Wohnungstür gerne auch Balkontüren und Fenster als Einstiegsmöglichkeit genutzt. Sie sollten daher neben der Wohnungstür, auch alle Fenster und weitere Türen sichern. Das selbe gilt übrigens auch für Einfamilienhäuser.

Wenn Sie in einem Obergeschoss und im Erdgeschoss wohnen, sind Sie keineswegs von einem Einbruch verschont. Da es keine weitere Zutrittsmöglichkeit für den Einbrecher gibt, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit die Eingangstür benutzen. Hier sollten Sie unbedingt die Tür zusätzlich absichern und Sicherheitsschlösser installieren.

Liegt die Wohnung besonders abgelegen, wie zum Beispiel in einem dunklen Flur, steigt die Einbruchsgefahr enorm. Dadurch kann der Täter unbeobachtet agieren und auch größeres und lauteres Werkzeug anwenden. Bleibt genug Zeit, kann er selbst Sicherheitstüren gewaltsam aufbrechen, ohne dabei entdeckt zu werden. Da lohnt es sich besonders, neben Sicherheitsschlössern auch eine Alarmanlage und Videoüberwachung zu installieren. Achtung: Eine Videoüberwachung öffentlicher Räume ist nur mit entsprechender Kennzeichnung und ggf. einer Genehmigung der Hausverwaltung möglich.

Bauart der Tür und des Türrahmens

Haben Sie eine Einflügeltür oder eine Doppelflügeltür? Doppelflügeltüren (auch Doppeltüren genannt) findet man öfter in Altbauwohnungen. Diese Türen benötigen eine Bändersicherung von beiden Seiten, da es zwei Bänderseiten gibt, die vor Aufhebeln geschützt werden müssen.

Aus welchem Material besteht Ihre Tür? Alte Holztüren haben deutlich mehr Schwachstellen als neue Türen aus Kunststoff oder Aluminium. Doch auch neue Türen können aus einem brüchigen Material wie Sperrholz bestehen. Wenn das Material, aus dem die Tür besteht, dünn und brüchig ist, sollte die Tür umso mehr gesichert werden! Achten Sie auch darauf, dass Glasfenster in Türen eingeschlagen werden können. Sollten diese vorhanden sein, empfehlen wir den Einbau einer Einbruchschutzfolie.

Woraus besteht der Türrahmen? Rahmen aus Holz halten oft selbst kleinen Gewalteinwirkungen nicht stand. Holzrahmen sollten daher zusätzlich verstärkt werden. Wir empfehlen in diesem Fall den Einsatz von Schließblechen. Ideal sind übrigens Türrahmen aus Metall mit einem einfachen oder mehrfachen Falz. Diese Bauweise findet man z.B. bei Sicherheitstüren.

Vorhandene Sicherungen prüfen

Sie möchten endgültig herausfinden, ob Ihre Tür etwas taugt? Dann sollten Sie alle bereits verbauten Sicherungen überprüfen und ggf. nachrüsten. Besonders Türen in Altbauwohnungen sind nicht einbruchsicher gebaut und verfügen über keinerlei Sicherungen und zusätzliche Schlösser. Neue Türen hingegen, sind in den meisten Fällen bereits so gebaut, dass sie nur noch minimal zusätzlich gesichert werden müssen. Dennoch ist es immer ratsam, die Sicherheit weiter zu optimieren.

Komponenten einer Wohnungstür

Eine Wohnungstür besteht aus mehreren Komponenten. Viele von ihnen spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Wir zählen hier einige Komponenten auf und geben Ihnen wichtige Tipps und Tricks um diese auf- oder nachzurüsten.

Türspion

Ist ein Türspion vorhanden? Mit einem Türspion kann man sofort sehen, wer hinter der Tür steht, ohne die Tür zu öffnen. Im schlimmsten Fall kann ein Türspion sogar Leben retten, da Sie nie wissen können ob es sich bei dem unerwarteten Gast um einen Kriminellen handeln könnte.

Sie verfügen bereits über einen Türspion? Dann können Sie auf einen digitalen Türspion mit Bewegungserkennung und Videoaufzeichnung umrüsten. So können Sie sehen wer vor der Tür stand, selbst wenn Sie zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause sind. Dieses Upgrade wandelt Ihren vorhandenen Türspion in eine smarte Überwachungskamera um. Bitte beachten Sie, dass auch hier die Bestimmungen für die Videoüberwachung im öffentlichen Raum gelten.

Digitaler Türspion mit Bewegungserkennung

Was gibt es zu beachten?

Wenn Sie einen neuen Türspion einbauen möchten, sollte Ihre Tür über eine passende Aussparung verfügen. Der alte Türspion kann dann durch den neuen Türspion oder digitalen Türspion ersetzt werden.

Türbeschlag

Ein Türbeschlag verfügt über eine Schlossöffnung und einen Türknauf bzw. Türdrücker. Welcher Türbeschlag ist in Ihrer Tür verbaut? Alte, in die Jahre gekommene Beschläge sollten generell ausgetauscht werden, da sie nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards gerecht sind. Hier wird in drei Kategorien unterschieden.

Kategorie 1: Sehr alte Türen werden mit einem Bartschlüssel bedient und haben einen Beschlag mit einem passenden Schlüsselloch für Bartschlüssel. Sollten Sie so eine Tür besitzen, muss das integrierte Einsteckschloss samt Türbeschlag auf Profilzylinder umgerüstet werden, da sonst keine Sicherheit gewährleistet ist. Mehr Info zu Einsteckschlössern finden Sie weiter unten.

Kategorie 2: Viele Türen verfügen über einen Türbeschlag ohne Kernziehschutz, bei dem der integrierte Schließzylinder nicht gesichert ist. Dieses kleine Detail hat eine sehr wichtige Funktion und schützt den integrierten Schließzylinder vor Aufbrechen, Aufbohren und sogar einigem Picking-Werkzeug. Sollte Ihr Beschlag also nicht über einen Kernziehschutz verfügen, wird es Zeit diesen gegen einen Schutzbeschlag zu tauschen. Sehen Sie hierzu die passende Grafik unten. Achten Sie auch darauf, dass der Schutzbeschlag aus einem robusten Material wie Stahl besteht, damit eine hohe Sicherheit gewährleistet ist. Beschläge aus weichem Aluminium oder Messing können verbogen oder aufgeschnitten werden.

Beschlag ohne Kernziehschutz VS Schutzbeschlag mit Kernziehschutz

Kategorie 3: Manche Türen haben eine besondere Bauart und sind nicht für einen Standard-Türbeschlag vorgerichtet. In diesem Fall gibt es einen separaten Türgriff und eine Rosette mit integriertem Schließzylinder oder anderem Schloss. Hier sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass die abdeckende Rosette über einen Kernziehschutz verfügt.

Was gibt es zu beachten?

Sie können Ihren vorhandenen Türbeschlag gegen einen Schutzbeschlag mit Kernziehschutz austauschen. Zunächst müssen Sie den Entfernungsmaß bestimmen. Es ist der Abstand von der Mitte der Schlossnuss (Drehachse des Türdrückers) bis zur Mitte des Profilzylinders. In Deutschland sind die beiden Maße 72 mm und 92 mm üblich. In anderen Ländern gibt es andere Entfernungsmaße. Bitte beachten Sie außerdem die Türblattstärke sowie die weiteren Maße des Beschlags. Mehr Info finden Sie in dieser PDF-Datei:

Einsteckschloss

Fast jede Tür verfügt über einen Einsteckschloss. Dieses ist in der Tür integriert und sorgt in seiner Grundfunktion für das Öffnen und Schließen der Tür. Ein Einsteckschloss wird sowohl von dem Türdrücker bzw. Türknauf als auch von dem Profilzylinder oder WC-Knauf und Buntbart auf- und zugeschlossen. Im Regelfall muss das Einsteckschloss nicht ausgetauscht werden, es sei denn es funktioniert nicht mehr richtig. Sollte das integrierte Einsteckschloss klemmen oder beim Schließen haken, empfehlen wir den Austausch. Hierfür müssen Sie es herausnehmen und zunächst alle Maße abnehmen, bevor Sie ein Neues bestellen.

Damit die volle Sicherheit gewährleistet ist, muss das Einsteckschloss in der Wohnungstür für einen Profilzylinder vorgerichtet sein. Einsteckschlösser mit einer Lochung für Bartschlüssel sollten unbedingt ausgetauscht werden, da sie nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Eine Ausnahme sind natürlich Zimmertüren, die keiner hohen Sicherheit bedürfen.

Was gibt es zu beachten?

Einsteckschlösser haben sehr viele Ausführungen und unterschiedliche Maße. Als erstes sollten Sie die DIN-Anschlagrichtung bestimmen. Einsteckschlösser gibt es für DIN linke und DIN rechte Türen. Bei den Maßen spielt der Dornmaß und die Entfernung eine große Rolle. Als nächstes sollten Sie die Stulpform, Stulpbreite und Stulphöhe bestimmen. Die Kastenbreite und die Kastenhöhe können Sie ebenfalls messen, um sicher zu gehen, dass das neue Schloss in die Aussparung rein passt. Bei dem Einsatz von einem neuen oder bestehenden Türbeschlag sollten Sie zudem die Breite der Nuss beachten. Alle Maßangaben finden Sie in dieser PDF-Datei:

Profilzylinder

Ein Profilzylinder (auch Schließzylinder genannt) ist das Herzstück jeder Tür. Wir sollten deshalb den kleinen Schließmechanismus keinesfalls vernachlässigen. In den meisten Fällen ist er das einzige Hindernis für jeden Einbrecher. Wird dieser geknackt oder aufgebrochen, gelangt dieser ungehindert in die Wohnung. Hier sind drei Maßnahmen, die getroffen werden müssen, damit es nicht geschieht.

Maßnahme 1: Sicherheits-Profilzylinder

Sie sollten einen normalen Profilzylinder durch einen Sicherheits-Profilzylinder austauschen. Viele günstige Zylinder verfügen über keinerlei Sicherheit und lassen sich deshalb mit gängigem Werkzeug binnen weniger Sekunden aufknacken. Dabei werden die Stifte im Inneren des Zylinders runtergedrückt und so die Tür ohne Schlüssel geöffnet. Ein sogenannter Pickingschutz kann es verhindern. Ein weiterer Grund für einen Sicherheits-Profilzylinder sind die zusätzlichen Sicherheitsstufen wie Aufbohrschutz oder Ziehschutz. Je nach Modell sind unterschiedliche Schutzmaßnahmen integriert, die den Schließzylinder vor Gewalteinwirkungen schützen. Natürlich haben diese Schutzmaßnahmen auch eine direkte Einwirkung auf den Preis. Entscheiden Sie sich daher für einen Schließzylinder mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sicherheits-Profilzylinder mit diversen Sicherheitsmerkmalen

Ein wichtiger Punkt, auf den Sie vor dem Kauf eines Sicherheitszylinders achten sollten, ist der Kopierschutz der Schlüssel. Alle Sicherheitszylinder zeichnet aus, dass sie mit einer Sicherungskarte geliefert werden. Nur mit dieser Sicherungskarte lassen sich weitere Nachschlüssel über den Hersteller bestellen. Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Schlüssel nie unbeaufsichtigt! Viele Sicherheitsschlüssel können ohne Vorlage der Sicherungskarte anhand des Originalschlüssels kopiert werden.

Wenn Sie einen 100%-igen Kopierschutz wünschen, dann lohnt sich der Umstieg auf einen Schließzylinder mit erweitertem Kopierschutz, wie zum Beispiel EVVA MCS oder BASI K10. Diese Schließzylinder haben Schlüssel mit zusätzlichen Sicherheitsstufen wie Magneten, Sperrkugel oder 3D Schlüssel System, die das Kopieren unmöglich machen. Diese Sicherheitsstufen haben natürlich auch ihren Preis – Nicht nur die Schließzylinder kosten deutlich mehr, sondern auch die Zusatzschlüssel.

Maßnahme 2: Schutzbeschlag mit Kernziehschutz

Ein noch so guter Sicherheitszylinder mit vielen Sicherheitsstufen wird bei hoher Gewalteinwirkung früher oder später nachgeben und brechen. Aus diesem Grund empfehlen wir, einen normalen Türbeschlag gegen einen Schutzbeschlag mit Kernziehschutz zu ersetzen. Der Schutzbeschlag mit Kernziehschutz sorgt dafür, dass der eingebaute Schließzylinder nicht ungeschützt herausragt. Außerdem verhindert er Angriffe mit einer Bohrmaschine und anderem Schneidwerkzeugen sowie das Herausziehen des Schließzylinders mit speziellem Werkzeug. Lesen Sie mehr dazu im Abschnitt „Türbeschlag“ weiter oben.

Maßnahme 3: Zusatzschlösser

Die Tür sollte an mindestens zwei Punkten gesichert werden, damit die volle Sicherheit gewährleistet ist. Sie sollten daher auf einen Zusatzschloss wie einen Panzerriegel oder Stangenschloss nicht verzichten. Ein Zusatzschloss sorgt auch dafür, dass man von außen erkennt, dass die Tür zusätzlich gesichert ist. Mehr dazu im nächsten Abschnitt „Zusatzsicherungen“

Was gibt es zu beachten?

Die Profilzylinder haben zwei Zylinderlängen, die Länge A (Außenseite) und Länge B (Innenseite). Bevor Sie einen neuen Zylinder bestellen, sollten Sie daher die beiden Längen korrekt abmessen. Neben einem typischen Doppelzylinder, der von beiden Seiten mit einem Schlüssel bedient werden kann, gibt es auch Zylinder mit einem Knauf von einer Seite. Diese Zylinder nennt man Knaufzylinder. Achten Sie beim Kauf eines Knaufzylinders darauf, dass der Knauf auf der richtigen Seite, nämlich der Innenseite liegt.

Es gibt zusätzliche Optionen und Funktionen für Schließzylinder. So zum Beispiel die Not- und Gefahrenfunktion. Die Not- und Gefahrenfunktion sorgt dafür, dass Sie den Zylinder aufschließen können, selbst wenn von der anderen Seite ein Schlüssel steckt. Sollte also die Tür ungewollt zugehen und ein Schlüssel von der Innenseite im Zylinder stecken, können Sie die Tür mit einem anderen Schlüssel öffnen. Ganz schön praktisch. Je nach Modell gibt es noch optionale Zusatzsicherheitsstufen wie erhöhter Bohrschutz sowie eine Freilauffunktion.

Der Einbau verläuft ganz simpel und kann in den meisten Fällen von jedem umgesetzt werden. Einsteckschlösser und Beschläge, die für einen Profilzylinder vorgerichtet sind, können unbedenklich mit jedem Zylinder verwendet werden. Das einzige, worauf Sie achten müssen ist die richtige Zylinderlänge. Ausnahmen sind Zusatzschlösser wie Panzerriegel, Stangenschlösser sowie Mehrfachverriegelungsschlösser. Diese benötigen längere Schließzylinder mit einem speziellen Aufsatz. Eine Anleitung zum Ausmessen des Profilzylinders finden Sie in dieser PDF-Datei:

Zusatzsicherungen

In Anbetracht der Tatsache, dass immer öfter Türen mit schwerem Werkzeug ausgehebelt und aufgebrochen werden, sind zusätzliche Sicherungen an Wohnungstüren notwendig. Wir empfehlen Ihnen den Einbau von einem Kastenschloss, im Idealfall einem Stangenschloss oder Querriegelschloss.

Ein eingebautes Zusatzschloss erkennt der Einbrecher bereits von außen, wenn eine Schutzrosette mit Kernziehschutz vorhanden ist. So weiß der Dieb, dass er es mit einer gut gesicherten Tür zu tun hat und wird womöglich sein Vorgehen abbrechen. Ein zusätzliches Schloss als Zusatzsicherung der Tür ist daher sehr zu empfehlen.

Kastenschlösser / Zusatzschlösser

Kastenschlösser sind eine einfache Lösung für die Sicherung Ihrer Wohnungstür. Diese sind vergleichbar günstig und auch einfacher in der Montage. Der große Nachteil liegt darin, dass die Tür nur von einer Seite geschützt ist. Die Bänderseite bleibt also ungeschützt und kann weiterhin von dem Einbrecher mit einem Hebelwerkzeug aufgebrochen werden. Es ist also sehr zu empfehlen, eine Bändersicherung zusätzlich zum Kastenschloss zu installieren.

Achten Sie darauf, dass das Kasten-Zusatzschloss von beiden Seiten bedienbar sein sollte. Von der Wohnungsseite gewöhnlich mit einem Knauf und von der Außenseite mit einem Schlüssel. Das integrierte Schloss sollte ein Rundzylinder sein, in manchen Modellen auch ein Profilzylinder oder selten auch ein anderes Schloss. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Außenseite mit dem integrierten Schloss über eine Kernziehschutzrosette verfügt. Ganz praktisch und sicher sind Zusatzschlösser mit einem Sperrbügel. So kann man die Tür auch einen Spaltbreit öffnen, ohne das diese ausgetreten werden kann.

Panzerriegel / Querriegelschlösser

Panzerriegel sind in den letzten Jahren zu einer sehr beliebten Tür-Zusatzsicherung geworden. Das verdanken wir vor allem dem hohen Schutz vor den meisten Öffnungstechniken. Top Modelle können bis zu einer Tonne Gewicht Widerstand leisten und schützen so enorm vor Aushebeln der Tür. Dank der Schutzrosette mit Kernziehschutz ist auch der integrierte Profilzylinder aktiv vor Picking und Ausbohren geschützt. Ein Panzerriegel ist somit eine universelle Lösung für den Schutz der Wohnungstür in voller Breite. Dies bestätigt sowohl die Polizei als auch alle Versicherungen.

Sie sollten unbedingt darauf achten, dass das Querriegelschloss über einen Kernziehschutz verfügt. Mit einer Bohrmaschine kann sonst jeder Einbrecher den Profilzylinder aufbohren. Diese Schwachstelle wird von Übeltätern immer öfter ausgenutzt. Diese Grafik zeigt es ganz deutlich.

Panzerriegel ohne Schutzrosette VS Panzerriegel mit Schutzrosette

Das sollten Sie beim Panzerriegel beachten

Ein Panzerriegel (auch Querriegelschloss genannt) kann nur bei Einflügeltüren eingebaut werden. Für Doppelflügeltüren ist ein Stangenschloss besser geeignet. Achten Sie beim Einbau auf genügend Platz rechts und links der Tür zum Anbringen der Schließkästen. Sollte kein Platz verfügbar sein, dann kann man die Riegel auch seitlich in die Wand versenken. Ein separat erhältliches Zubehör (Mauerabdeckblech) wird dann benötigt. Nach Außen öffnende Türen benötigen ebenfalls separat erhältliches Zubehör, welches je nach Modell zusätzlich gekauft werden muss. Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Stangenschloss

Neben dem Panzerriegel, gehört ein Stangenschloss zweifellos zu den einbruchsichersten Zusatzsicherungen für Türen. Ein Stangenschloss sichert die Tür in voller Höhe. Die Stangen ankern sich dabei oben in der Wand und unten im Boden fest. Ein Prinzip, welches man z.B. von Schranktüren kennt. Top Modelle haben Stangen aus gehärtetem Stahl und ein tadelloses Schloss-Mechanismus. Dadurch können hochwertige Stangenschlösser genau wie Panzerriegel bis zu einer Tonne Gewicht halten und sind somit eine riesige Herausforderung für jeden Einbrecher.

Achten Sie darauf, dass Ihr Stangenschloss über einen Kernziehschutz verfügt. Stangenschlösser und Panzerriegel ohne Kernziehschutzrosette sind ein beliebtes Ziel für Diebe, da der integrierte Profilzylinder aufgebohrt werden kann. Siehe hierzu die Grafik im Abschnitt „Panzerriegel“ weiter oben.

Stangenschlösser sind für nahezu alle Türen geeignet. Ein Vorteil gegenüber von einem Panzerriegel ist die Möglichkeit, Stangenschlösser auf Doppelflügeltüren zu montieren. Die Stangen können auf die benötigte Türhöhe gekürzt werden.

Brauche ich ein Stangenschloss oder Panzerriegel?

Die Schlüssel.Discount Experten aus dem Schlüsseldienst Team haben bereits über 250 Fälle von Wohnungseinbrüchen betreut. Zwei Drittel der Einbrüche sind auf mangelnden Einbruchschutz zurückzuführen. Die betroffene Wohnungstür war in allen Fällen nicht gut genug gesichert. Ein Panzerriegel oder Stangenschloss hätte in ca 90% aller Fälle einen Einbruch verhindert. Die Polizei und Versicherungen raten ebenfalls zum Einbau eines Stangenschlosses oder Panzerriegels, damit die volle Sicherheit gewährleistet ist.

Eine Ausnahme gibt es. Sicherheitstüren mit einem Mehrfachverriegelungsschloss bedürfen in der Regel keiner weiteren mechanischen Sicherung. Zwecks visueller Abschreckung kann sich aber der Einbau eines Zusatzschlosses trotzdem lohnen. Lesen Sie mehr zu Mehrfachverriegelungen im Abschnitt „Mehrfachverriegelung und Sicherheitstür“ weiter unten.

Bändersicherung

Jede Tür hat eine Schwachstelle, auf die kaum geachtet wird. Es ist die Scharnierseite bzw. Bänderseite der Tür. Die meisten Türen sind nur an einer Stelle gesichert, nämlich auf der Schlossseite durch das Einsteckschloss in der Tür. Manchmal wird auch ein Zusatzschloss wie ein Kastenschloss dazu montiert und schützt die Tür zusätzlich. Was dabei herauskommt ist eine Sicherung der Tür von einer Seite! Die Scharnierseite bleibt dabei eine Schwachstelle, die Diebe gerne nutzen. Dadurch dass die Tür in diesem Fall nur auf zwei Scharnieren hängt, wird sie mit wenigen Handgriffen aufgehebelt. Dann dauert es nicht mehr lange, bis man in die Wohnung hinein gelangt. So einfach ist das.

Die Sicherungen für die Scharnierseite sind in verschiedenen Ausführungen verfügbar. Bändersicherungen sind vergleichbar günstig und oft auch einfach in der Montage. Aus diesem Grund sollten Sie eine passende Scharnierseitensicherung mit in die Einkaufsliste aufnehmen.

Mehrfachverriegelung und Sicherheitstür

Eine Wohnungstür in Neubauwohnungen kommt des öfteren als eine Sicherheitstür mit eingebautem Mehrfachverriegelungsschloss. Diese Art von Türen sind teuer in der Neuanschaffung und liefern bereits einen hohen Level an Sicherheit. Eine Mehrfachverriegelung ist ein direkt in der Tür verbautes Schloss, welches über mehrere seitlich herausfahrende Bolzen verfügt. Diese Bolzen fahren direkt in den Türrahmen ein und sorgen so für einen festen Halt. Idealerweise sollte der Türrahmen aus Metall gefertigt und mit Ankerschrauben im Mauerwerk fest verschraubt sein. Hochwertige Mehrfachverriegelungsschlösser kann man mit einem Panzerriegel oder Stangenschloss gleichsetzen. Aus diesem Grund ist der zusätzliche Einbau eines solchen Zusatzschlosses nicht notwendig.

Lohnt sich der Einbau einer Sicherheitstür?

Sollten Sie über eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus verfügen, dann kann man über den Einbau einer Sicherheitstür nachdenken. Eine Sicherheitstür mit Mehrfachverriegelung kostet in der Regel über 1000 Euro und ist somit deutlich teurer als ein Panzerriegel oder ein Stangenschloss. Ein klarer Vorteil ist natürlich, dass eine Sicherheitstür im gewünschten Design geliefert wird und optisch gut aussieht, da keine weiteren Schlösser an ihr angebracht sind. Wenn Sie Ihre Wohnung jedoch mieten und die Hausverwaltung keine Sicherheitstür einbauen möchte, dann sollten Sie eine Genehmigung für den Einbau eines Stangenschlosses oder Panzerriegels für Ihre Wohnungstür einholen.

Das sollten Sie beachten

Kann ich eine Mehrfachverriegelung in eine bestehende Wohnungstür einbauen? Der Einbau einer Mehrvachverriegelung in eine bestehende Wohnungstür ist wesentlich teurer als der Einbau eines Panzerriegels oder Stangenschlosses. Hierfür wird eine passende Aussparung in der Tür hinein geschnitten und der Türrahmen komplett umgebaut oder ersetzt. Diese Arbeiten sind einem Tischler zu überlassen und kosten samt Schloss über 1000 Euro. Sollten diese Arbeiten wegen dem Denkmalschutz oder einfachem Erhalt der Wohnungstür von Nöten sein, empfiehlt sich der Umbau natürlich. Auch hier gilt, dass der Umbau für Mieter nicht immer lohnenswert ist. Wir raten in diesem Fall nach wie vor zu einem Querriegel- bzw Stangenschloss.

Türblech und Einbruchschutzfolie

Keine Wohnungstür ist gleich. Manche bestehen aus einem robusten Material wie Metall oder Plastik, die anderen aus einem brüchigen Material wie Sperrholz. Die meisten Altbautüren haben zudem sogenannte Kassetten, die nur einen dekorativen Zweck erfüllen und einen großen Nachteil mit sich bringen – Die Kassetten bestehen meist aus sehr dünnen Holz und sind deshalb leicht mit einem Schlag oder Tritt zu zerstören. Manche Türen haben auch integrierte Fenster, die einfach eingeschlagen werden können. Die Diebe können durch die entstandenen Löcher in die Wohnung gelangen oder die Schlösser von Innen bedienen.

Sie besitzen eine Kassettentür? Dann sollten Sie die Tür zusätzlich mit einem Türblech verstärken. Das Türblech wird auf die Innenseite der Tür angebracht und schützt alle sensiblen Stellen. Sollten die Kassetten also zerstört werden, erwartet den Dieb nichts anderes als ein Blech aus Metall, welches das weitere Eindringen verhindert. Eine clevere, aber leider auch kostspielige Lösung für alte Türen. Sehen Sie hierzu diese Grafik.

Verstärkung der Wohnungstür mit einem Türblech

Türen mit Fenstern aus Glas haben eine wichtige Funktion, sie lassen Licht in die Wohnung. Sicherlich möchten Sie diese Funktion behalten und die Glasfenster nicht mit einem Blech zudecken? Es gibt eine Lösung dafür. Die Fenster werden mit einer einbruchhemmenden Schutzfolie von der Innenseite beklebt. Die Einbruchschutzfolie sorgt dafür, dass das Glas nicht zersplittert und in einem ganzen Stück bleibt. So kann der Einbrecher die Glasscheiben nicht ausschlagen.

Elektronische Sicherungen

Elektronische Sicherungen wie Alarmanlagen und Videoüberwachung können im Alltag sehr hilfreich sein. Dennoch sollten Sie sich nicht komplett auf die Elektronik verlassen. Nicht umsonst heißt die Regel: Mechanik vor Elektronik.

Videoüberwachung

Sie möchten Ihre Wohnung von außen per Video überwachen? Laut Gesetz müssen Sie so eine Videoüberwachung für alle sichtbar kennzeichnen. Ein Schild oder Aufkleber mit einem Hinweis sollte in der Regel ausreichen. Es ist auch wichtig, vorher die Hausverwaltung sowie die Nachbarn um Erlaubnis zu fragen. Eine Videoüberwachung des eigenen Grundstücks oder der Wohnungstür im Eigenheim ist dagegen ohne große Einschränkungen möglich.

Alarmanlagen

Eine Alarmanlage kann den Besitzer rechtzeitig über einen möglichen Einbruch informieren, selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause ist. Außerdem ist es eine zusätzliche Abschreckung für jeden Einbrecher. Sollte die Anlage an gehen, bleibt ihm nichts anderes übrig als sein Vorgehen abzubrechen.

Achtung! Eine ungesicherte Tür kann trotz installierter Alarmanlage aufgebrochen werden. Hier gilt die Tatsache, dass ein geübter Wohnungseinbrecher nur wenige Sekunden braucht um eine ungesicherte Tür zu öffnen. Selbst wenn dabei die Alarmanlage an springt, bleibt ihm genug Zeit um etwas mitzunehmen. Sie sollten also immer im Hinterkopf behalten, zunächst die Tür mechanisch abzusichern und eine Alarmanlage als zusätzliche Abschreckung einzusetzen.

Sie müssen nicht zwingend das teuerste Alarmsystem installieren. Wichtig ist, dass die Alarmzentrale unabhängig funktioniert und eine Benachrichtigung auch dann sendet, wenn sie vom Stromnetz oder Internetanschluss getrennt wurde. Möglich wird es durch den Einsatz einer SIM-Karte, die bei Gefahr eine Benachrichtigung an Ihr Smartphone sendet. Für die Sicherung der Tür empfehlen wir einen Öffnungsmelder direkt an der Tür sowie einen Bewegungsmelder in der Wohnung in unmittelbarer Nähe der Tür. Fenster und weitere Zugänge sollten ähnlich gesichert werden.

Smarte Schlösser

Sehr beliebt sind die sogenannten „smarten Schlösser“, die mit einer Funk-Fernbedienung oder mit dem Smartphone bedient werden. Diese Schlösser sind sehr bequem in der Bedienung und ermöglichen einen Zutritt praktisch per Knopfdruck. Außerdem lässt sich somit genau festlegen, wer genau zu welcher Uhrzeit die Wohnung betreten darf. Ein weiterer Vorteil wird immer besonders hervorgehoben – die erhöhte Sicherheit gegenüber einem mechanischen Schlüssel. So erfolgt die Verbindung zwischen Smartphone und Schloss via Bluetooth und ist verschlüsselt.

Beim Kauf eines smarten Schlosses müssen Sie darauf achten, dass man die Elektronik von Außen nicht erkennt. Smarte Schlösser von NUKI, ABUS HomeTec Pro sowie das Yale ENTR sind Lösungen, die wir empfehlen können. Diese werden direkt auf den Profilzylinder (mit Not- und Gefahrenfunktion) von der Innenseite befestigt. Dadurch kann man den Profilzylinder mit einem Schlüssel auch dann bedienen, wenn der Akku im smarten Schloss zuneige geht oder ein Öffnen nicht möglich ist. Viel wichtiger ist es aber, dass der geübte Dieb von Außen nicht erkennen kann, dass es sich um einen elektronischen Zylinder handelt. So kann er das smarte Schloss nicht zerstören oder manipulieren.

Können wir den Einsatz von smarten Schlössern empfehlen? Smarte Schlösser sind sehr praktisch in der Bedienung, bieten aber keinerlei mechanischen Schutz. Sie setzen auch voraus, dass man nur ein Schloss in der Wohnungstür hat. Der Einsatz von einem Stangenschloss oder Querriegelschloss wird somit problematisch. Schließlich möchten Sie ja die gesamte Tür mit einem Knopfdruck aufschließen? Wenn Sie aber über eine Sicherheitstür mit einer integrierten Mehrfachverriegelung verfügen, ist ein smartes Schloss ein nettes Gimmick. Andernfalls müssen Sie entweder auf die zusätzliche Sicherheit oder die Bequemlichkeit eines smarten Schlosses verzichten.

Weitere Sicherungen

Neben den genannten Sicherungen einer Wohnungstür gibt es sicherlich viele noch andere. In diesem Artikel haben wir die meisten üblichen Sicherungen einer Wohnungstür aufgelistet. Dabei haben wir uns auf die in Deutschland typischen und am meisten verbreiteten Türarten und deren Eigenschaften bezogen. Sicherlich gibt es auch andere Türarten, wie zum Beispiel Terrassentüren oder Feuerschutztüren, die wir in diesem Artikel nicht erwähnt haben. Sie benötigen eine komplette Beratung zum Einbruchschutz? Unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter.

Nicht empfohlene Türsicherungen

Es gibt auch Türsicherungen, die nicht notwendig oder sogar überflüssig sind. So zum Beispiel Komponenten einer Tür, die nicht sicher genug sind. Egal ob alte Türbeschläge oder defekte Kastenschlösser. Ersetzen Sie alle alten und nicht funktionierenden Komponenten Ihrer Tür durch Neue!

Türketten galten jahrelang als sicher und durften auf keiner Tür fehlen. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass diese nutzlos sind. Die Kettenglieder sind schwach und halten nicht was sie versprechen. Sie sollten daher immer zuerst durch den Türspion schauen, wer vor der Tür steht, bevor Sie die Tür öffnen! Damit Sie trotzdem geschützt sind, empfehlen wir Kastenschlösser oder Panzerriegel mit einem Sperrbügel. Diese lassen ebenfalls die Tür einen Spaltbreit öffnen und halten im Notfall einem höheren Gewicht stand. Sollte der Einbrecher also gegen die Tür treten, wird die Tür mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht aufgehen.

Elektronische Schlösser die von außen sichtbar sind, können wir nicht empfehlen. Besonders elektronische Schließzylinder mit einem außen angebrachten Knauf haben einen Schwachpunkt: Sie lassen sich leicht aufbrechen oder zerstören. Wir empfehlen daher elektronische Sicherungen, die man von außen nicht erkennt. Siehe hierzu den Abschnitt „Smarte Schlösser“ weiter oben.

Achten Sie auf zertifizierte Produkte

Bei der Auswahl der Türsicherungen sollten Sie auch auf Zertifizierungen achten. Ein Stangenschloss, Panzerriegel aber auch Schließzylinder und andere Sicherheitsprodukte mit einem VdS-Zertifikat sind auf jeden Fall zu empfehlen. Ein VdS Zertifikat wird nämlich nur dann vergeben, wenn dieses Produkt über alle erforderlichen Sicherheitsnormen verfügt. Dazu wird im Labor unter strengen Testverfahren ermittelt, ob es sich um ein einbruchsicheres Produkt handelt. Mehr dazu in diesem Artikel.

Solche Produkte haben aber auch einen entsprechend hohen Preis. Wer Geld sparen möchte, kann oft auf Alternativen zurückgreifen. In diesem Fall raten wir dazu, auf weitere Zertifikate und/oder Testberichte zu achten. Manche Hersteller haben auch Sicherheitsklassen für ihre Produkte entwickelt, mit denen man leichter hochwertige Produkte von einfachen Produkten unterscheiden kann. Halten Sie also Ausschau nach Produkten mit der höchstmöglichen Sicherheitsklasse.

Über günstige Alternativen

Günstigen Alternativen fehlt oft das Allerwichtigste zur optimalen Sicherheit. So haben die günstigen Panzerriegel, Kastenschlösser und Stangenschlösser keinen Kernziehschutz integriert, was sie praktisch nutzlos macht. Sehr günstigen Schließzylindern fehlt der nötige Picking- und Ziehschutz und Türbeschläge der niedrigsten Preisklasse sind aus einem sehr dünnem und leichtem Material gefertigt. Wer optimalen Schutz sucht, sollte also niemals das günstigste Produkt kaufen. Und wer zusätzlich sparen möchte, sollte sich über jedes Produkt gut informieren.

Damit die Sicherheit Ihrer Wohnungstür gewährleistet ist, sollten Sie Billigprodukte generell vermeiden. No-Name-Hersteller können mit günstigen Preisen anlocken und vieles versprechen, jedoch handelt es sich in den meisten Fällen um keine hochwertigen Produkte. Diese sind in den meisten Fällen aus einem nicht robustem Material gebaut oder weisen andere Qualitätsmängel auf. Besonders elektronische Sicherungen dieser Hersteller sind mit Vorsicht zu genießen. Unser Tipp: Informieren Sie sich gründlich über das Produkt und deren Eigenschaften und vertrauen Sie renommierten Marken. Schlüssel.Discount verkauft ausschließlich zertifiziere Produkte von bekannten Herstellern wie Assa Abloy, ABUS, CES, EVVA, BASI oder ZEISS IKON.

Was kostet guter Einbruchschutz?

Wie viel Sie in den eigenen Einbruchschutz investieren, hängt ganz von Ihnen ab. In diesem Beitrag haben wir wichtige Punkte aufgelistet, auf die Sie beim Kauf der Sicherheitsprodukte achten sollten. Nicht immer sind die teuersten Produkte die richtige Wahl, viel mehr ist es wichtig, dass sie über alle erforderlichen Kriterien verfügen. Schließlich geht es hier um die Sicherheit Ihrer Wohnungstür und damit auch um die Sicherheit Ihrer Familie und der Wertgegenstände.

Staatliche Förderung

Wussten Sie, dass Sie bis zu 1500 Euro staatliche Zuschüsse für den Einbruchschutz erhalten können? In diesem Artikel erklären wir mehr dazu. So können Sie jede Menge Geld sparen und dabei die Wohnungstür mit hochwertigen Sicherheitskomponenten umrüsten.

Fazit: Wie sichere ich meine Wohnungstür?

Die Statistik der Einbrüche zeigt ganz klar, dass die ruhigen Zeiten in Deutschland der Vergangenheit angehören. Vorhandene Wohnungstüren sind in den meisten Fällen nicht einbruchsicher und müssen teilweise komplett umgerüstet werden. Der Einbau von Zusatzsicherungen ist daher zwingend notwendig.

Zunächst sollte man mit den bereits vorhandenen Komponenten beginnen. So muss man den vorhandenen Profilzylinder durch einen Sicherheits-Profilzylinder in der passenden Länge ersetzen. Tauschen Sie auch Ihren Türbeschlag aus, sofern dieser nicht über einen Kernziehschutz verfügt. Ein neuer Schutzbeschlag mit Kernziehschutz verhindert das Aufbohren und Aufbrechen des Zylinders. Ein Türspion sollte übrigens auf keiner Wohnungstür fehlen, er kann im Notfall sogar Leben retten. Sie haben bereits einen Türspion in der Tür? Ein digitaler Türspion ist eine gute Weiterentwicklung und kann sehr hilfreich sein.

Zusatzsicherungen wie Kastenschlösser, Panzerriegel oder Stangenschlösser dürfen für einen vollen Schutz auf keiner Tür fehlen! Die gängigen Komponenten einer Tür sind nämlich nicht sicher genug. Alte Kassettentüren oder Türen mit Fenstern bedürfen übrigens einer extra Sicherung. Im ersten Fall hilft ein Türblech aus widerstandsfähigem Material und im zweiten Fall eine Einbruchschutzfolie enorm weiter.

Sie haben noch Fragen? Die Experten von Schlüssel.Discount helfen Ihnen gerne weiter. Senden Sie uns einfach ein Bild von Ihrer Tür.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.